zur Person

Frank-Tilo Becher
Bild: Dammann Design

Neugierig und begeisterungsfähig sei ich, sagt man mir nach.  Vielleicht  deshalb hat  mich auf meinem  Lebensweg der Blick über Grenzen und die Erfahrung  in   Neuland immer wider gereizt. . Das Theologiestudium in Frankfurt hat sich früh mit sozialwissenschaftlichen Fragen angereichert. Daraus entstand das Interesse am Thema „Kirche in der Arbeitswelt“ mit Industriepraktikum.  Den geborenen Hessen vom Dorf am Main bei Seligenstadt hat es dann nach Hamburg verschlagen – und mitten in die Themen von Stadtentwicklung  in St. Pauli und Kirche in der Großstadt durch die Jahrhunderte. Dann kam noch mehr Stadt – New York – ein Jahr für den Lutherischen Weltbund bei den Vereinten Nationen- und der Blick weitete sich hin zur Vorbereitung des Weltsozialgipfels in Kopenhagen.   In der Partnerschaftsarbeit habe ich später Indien kennen und lieben gelernt.

Ach ja, Wiesbaden war auch schon mal Station – als Vikar zur Ausbildung in Biebrich, oben auf dem Berg, in der Heilig-Geist-Kirche.  Und nun Gießen, die in der Kindheit ungeliebte Stadt, wegen langer Wochen in der Augenklinik.  Aber jetzt lebe ich so gerne hier. Mit meiner Familie bin ich hier beheimatet, weil wir das Leben mit  vielen tollen Menschen teilen können – an den vielen schönen Orten dieser Stadt. Man braucht den zweiten Blick, um sich von Gießen begeistern zu lassen. Und ein gutes Fahrrad! Nun bin ich schon fast 25 Jahren bodenständig geblieben. Erst als Gemeindepfarrer in der Nordstadt und seit 2002 als Dekan für das Evangelische Dekanat Gießen lebe ich immer noch im gleichen Quartier.  Aber der Blick musste auch hier über Gemeinde- , Kirchen- und Religionsgrenzen hinausgehen, weil ohne Vernetzung und Kooperation  nichts geht.

Die Geige, als Kind klassisch erlernt, habe ich in der Jugend für Rock- und Jazzmusik elektrisch verstärkt. Das Schlagzeug kam später dazu. Geblieben ist heute das Singen in der Kantorei der Petrusgemeinde – zurück zur Klassik – aber auch Miles Davis oder The Cat Empire.

Aus Handball und Judo sind Fitness und Laufen geworden – und St. Pauli die Daumen drücken. Sorry Eintracht! Sorry Lilien !

Und jetzt – von der Kirche in die Politik – irgendwie wieder Neuland und doch ein roter Faden, in des Wortes doppelter Bedeutung.