Frank-Tilo Becher (SPD): Schwarzgrün muss die Beschäftigten des UKGM endlich ernst nehmen

Seit Jahren häufen sich die Klagen über Arbeitsverdichtung, Personalmangel, Überstunden und Überlastungs- und Risikoanzeigen am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM), die von der schwarzgrünen Landesregierung ignoriert werden. Letzte Woche haben die Beschäftigten der Uniklinik Gießen-Marburg einen offenen Brief an Wissenschaftsministerin Angela Dorn übergeben, in dem sie gute und verlässliche Arbeitsbedingungen fordern. Der Gießener Landtagsabgeordnete und SPD-Unterbezirksvorsitzende, Frank-Tilo Becher, sichert den Beschäftigten seine Solidarität und Unterstützung zu:

Zusammen mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Daniela Sommer, erklärt Becher: „Seit vielen Jahren sind der schwarzgrünen Landesregierung der Personalmangel, die Anzahl der Überstundens und die Überlastung des Personals am UKGM bekannt. Und seit vielen Jahren werden die Klagen des Personals von Schwarzgrün ignoriert. Wegsehen und Wegducken sind dort, wo es um die medizinische Versorgung von Menschen geht, keine Option. Wir können nur hoffen, dass dieser erneute Hilferuf der Beschäftigten die Landesregierung an ihren gesetzlichen Auftrag erinnert, die notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Wenn sich die Beschäftigten eines hessischen Klinikums mit Maximalversorgung aufgrund unhaltbarer Arbeitsbelastung an ihre Landesregierung wenden, dann muss das sehr ernstgenommen werden. Sie haben diesen Schritt unternommen, weil sie gute Arbeit leisten und nicht nur den Mangel verwalten wollen.“ Becher unterstreicht, dass in Kliniken nicht am Personal gespart werden dürfe. „Sicherheit ist Patientenrecht und muss oberste Priorität haben. Und zu einer sicheren Gesundheitsversorgung gehört eben auch, genug Personal vorzuhalten. Ich werde mich mit der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag weiterhin dafür einsetzen, dass Personalmindeststandards festgeschrieben und Stationen gut ausgestattet werden. Das Arbeiten in den Kliniken und den Stationen des UKGM muss wieder attraktiver werden.“

Dass die Belegschaft des UKGM sich jetzt außerdem zum Bittsteller für eine Corona-Prämie machen müsse, sei angesichts der Anforderungen und Leistungen in den letzten Monaten nicht akzeptabel, bemängelt der Landtagsabgeordnete.

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