Covid-19: Soforthilfe für Jugendherbergen

„Erst dauert es lange und dann fällt es mager aus“ – Frank-Tilo Becher (SPD) kritisiert unzureichende Hilfe für Jugendherbergen

Der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Frank-Tilo Becher, hat sich enttäuscht darüber gezeigt, dass Sozialminister Kai Klose den hessischen Jugendherbergen mit gerade einmal einer Million Euro beispringen will.

Becher sagte am Donnerstag: „Nur auf Nachfragen und Drängen der Opposition war Minister Klose bereit, die hessischen Jugendherbergen überhaupt zu unterstützen – und dann stellt er mit einer Million einen eher symbolischen Betrag zur Verfügung, mit dem die 32 Jugendherbergen im Land nicht weit kommen werden.“

Das Ministerium selbst habe stets die große Bedeutung der Jugendherbergen für Familien, Jugendgruppen und Schulklassen herausgestellt und wisse um deren begrenzte Möglichkeiten, im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zur Gemeinnützigkeit nennenswerte Rücklagen zu bilden, stellte Becher fest. Eine Rückkehr der Schulklassen, die 40 bis 60 Prozent des Jahresumsatzes er Jugendherbergen ausmachten, werde noch länger auf sich warten lassen. Von einer Vollbelegung seien die Einrichtungen auf absehbare Zeit weit entfernt.

„Die Jugendherbergen gehören aber mit ihren rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Hessen elementar zur Infrastruktur für die Kinder- und Jugendbildung, für freizeitpädagogische Arbeit und für Familienurlaub. Der finanzielle Ruin der Jugendherbergen wird uns teuer zu stehen kommen. Der Blick nach Bayern, wo den Jugendherbergen bis Ende Juli 60 Prozent der entfallenen Einnahmen vom Land ersetzt werden, zeigt, wie Wertschätzung und wirkliche Hilfe aussehen“, so Becher.

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